"Erwartbare, deutsch-griechische Fleischküche als wirksame Kampfansage gegen den Hunger"
Geschrieben am 12.02.2022 2022-02-12 | Aktualisiert am 12.02.2022
Bayerischer Hof
€-€€€
Restaurant
072719896906
Ottstraße 30, 76744 Wörth am Rhein
"Neues Lieblingscafé"
Geschrieben am 12.02.2022 2022-02-12
Café Findelkind
€-€€€
Cafe
071191225011
Unterer Metzgerbach 9, 73728 Esslingen am Neckar
"Kurz vor der Abfahrt in die Heimat sollte es noch einmal Bayrisch sein, und wir wurden nicht enttäuscht"
Geschrieben am 11.02.2022 2022-02-11
Münchner Stubn
€-€€€
Restaurant
089551113330
Bayerstr. 35-37, 80335 München
"Gute Location in der Münchner Innenstadt, zum Brauhaus fehlten paar Kleinigkeiten"
Geschrieben am 11.02.2022 2022-02-11
s'Wirtshaus am Sendlinger Tor
€-€€€
Wirtshaus, Biergarten, Sky Sportsbar
08959946908
Sendlinger Tor Platz 10, 80803 München
"Mein Lieblingsrestaurant"
Geschrieben am 11.02.2022 2022-02-11
Klosterstuben by Guido Zang
€-€€€
Restaurant, Biergarten
061829617960
Freihofplatz 7, 63500 Seligenstadt
"Zum schnell ein Kaffee holen top"
Geschrieben am 10.02.2022 2022-02-10
Starbucks · Königsbau Passagen EG
€-€€€
Cafe
07112202070
Königstraße 28, 70173 Stuttgart
"Mega leckere Bowls & gemütliches Ambiente, ideal zum Brunchen!"
Geschrieben am 10.02.2022 2022-02-10
Café Findelkind
€-€€€
Cafe
071191225011
Unterer Metzgerbach 9, 73728 Esslingen am Neckar
"Besser als das "Original" schräg gegenüber"
Geschrieben am 09.02.2022 2022-02-09
Augustiner am Platzl
€-€€€
Restaurant, Biergarten, Brauhaus
498937017170
Orlandostraße 5, 80331 München
"Im Abgang Maracuja und Mandelmus"
Geschrieben am 09.02.2022 2022-02-09
SUEDHANG
€-€€€
Cafe, Cafebar
Jakobsgasse 4, 72070 Tübingen
"Der Einkauf hat sich gelohnt, das Essen leider nicht-oder wie man lokal und regional mit Convenience verwechselt"
Geschrieben am 08.02.2022 2022-02-08 | Aktualisiert am 08.02.2022
Wirtshaus Klostermahl
€-€€€
Wirtshaus, Biergarten, Partyservice
039343348930
Am Kloster 1, 39319 Jerichow
"Sehr erfreulicher „Garküchen"-Besuch"
Geschrieben am 08.02.2022 2022-02-08 | Aktualisiert am 10.02.2022
Chatuchak | Thai Kitchen & Street Market
€-€€€
Restaurant
062217146060
Speyerer Str. 1, 69115 Heidelberg
"Gute argentinisch-mexikanische Küche mit kleinen Hindernissen"
Geschrieben am 08.02.2022 2022-02-08 | Aktualisiert am 08.02.2022
Steakhouse Mendoza
€-€€€
Restaurant
03312714714
Kopernikusstraße 19, 14467 Potsdam
"am Neckarufer"
Geschrieben am 08.02.2022 2022-02-08 | Aktualisiert am 08.02.2022
Gasthaus Alte Scheune
€-€€€
Restaurant, Biergarten, Gasthof
062231583
Schiffgasse 7, 69151 Neckargemünd
"schöne Lage"
Geschrieben am 08.02.2022 2022-02-08
Cafe im Klosterladen Orthodoxen Kloster Arnstein
€-€€€
Cafe, Ausflugsziel
02604943479
Pater-Damian-Str. 1, 56379 Obernhof
"Impulsiver, inspirierter Aromen-Expressionismus auf Sterne-Kurs: über eine hochspannende Neueröffnung, von der man noch viel hören wird"
Geschrieben am 06.02.2022 2022-02-06 | Aktualisiert am 07.03.2022
Restaurant Intensiu im Hotel Monopol
€-€€€
Restaurant
0210354745
Poststraße 42, 40721 Hilden
"Ente süß-sauer unter schmiedeeisernen Weinranken"
Geschrieben am 06.02.2022 2022-02-06
China-Restaurant Succulent
€-€€€
Restaurant
074516277899
Bahnhofplatz 8, 72160 Horb am Neckar
"Bleibt einfach gut!"
Geschrieben am 06.02.2022 2022-02-06 | Aktualisiert am 09.02.2022
Gasthof Dreihus
€-€€€
Restaurant, Gasthaus, Ausflugsziel, Eventlocation
059235360
Dorf 21, 48465 Ohne
"Was ein Innenarchitekt so "anrichten" kann......."
Geschrieben am 06.02.2022 2022-02-06 | Aktualisiert am 06.02.2022
Alte Gaststätte Olle Use
€-€€€
Gasthaus, Kneipe
054124475
Heger Straße 17, 49074 Osnabrück
"Umzug an den Augustaplatz"
Geschrieben am 05.02.2022 2022-02-05
Le Jardin de France im Stahlbad
€-€€€
Restaurant, Sternerestaurant
072213007860
Augustaplatz 2, 76530 Baden-Baden
"Wie Wienerwald, nur in stylisch"
Geschrieben am 04.02.2022 2022-02-04
Restaurant im Hotel Haunstetter Hof
€-€€€
Restaurant, Wirtshaus, Biergarten
082183645
Landsberger Straße 48, 86179 Augsburg
"Caruso zieht um!"
Geschrieben am 04.02.2022 2022-02-04
Caruso Pastabar
€-€€€
Restaurant
02219386311
Kasparstr. 19, 50670 Köln
"Alles hat ein Ende....."
Geschrieben am 04.02.2022 2022-02-04
Restaurant Stadtgarten Soest
€-€€€
Restaurant
029219432000
Stiftstraße 2, 59494 Soest
"David gegen Goliath-das Little India gegenüber dem Platzhirsch-aber das I-Tüpfelchen fehlte"
Geschrieben am 04.02.2022 2022-02-04
Little India
€-€€€
Restaurant
035132326400
Louisenstraße 48, 01099 Dresden
"Es hat etwas nachgelassen"
Geschrieben am 04.02.2022 2022-02-04
Restaurant Manzil
€-€€€
Restaurant
08964957172
Grünwalder Straße 14 d, 81547 München
"Viel Geld für nix"
Geschrieben am 04.02.2022 2022-02-04 | Aktualisiert am 04.02.2022
Café Bold
€-€€€
Cafe
063144834
Mannheimer Str. 88, 67655 Kaiserslautern
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 

Münchner Stubn
Großer Gastraum
Holzvertäfelung im Gastraum
Das könnte Papa Jenome´s Lieblingsspruch sein
Spezi & Coca Cola
Speisekarte
Auszug aus der Speisekarte
Leberknödlsuppe
Warmer Mini-Leberkäs aus dem Rohr mit Kartoffel-Gurkensalat
Wirtshaus am Sendlinger Tor
Gaststube mit gemütlichen Sitzecken
Gastraum
Weihnachtsdekoration
Auszug aus der Speisekarte
Tageskarte
MezzoMix & Apfelsaft
Hausgemachter Eierlikörpunsch mit Sahne
Kürbiscremesuppe
Hausgemachte Käsespätzle
Hausgemachter Kaiserschmarrn mit Apfelmus
Apfelmus zumKaiserschmarrn
Warmer Apfelstrudel mit Vanillesoße
Augustiner am Platzl mit Biergarten
Gaststube
Getränke
Auszug aus der Speisekarte
Auszug aus der Speisekarte
Ofenfrischer Schweinsbraten mit rescher Kruste in Augustiner Dunkelbier-Kümmelsoße mit Kartoffelknödel und Speckkrautsalat
Allgäuer Käsespätzle mit würzigem Bergkäse und Röstzwiebeln und dazu ein Beilagensalat

Große Ankündigung
Das Wirtshaus-im Hintergrund das Kloster
Aushang am Restauranteingang
Geschichte des Klosters
Gaststube
Blick zur Theke
Speisekarte
2x Coca Cola-ganz regional
Shnitzel verbrannt-das Spiegelei auch
Ackerschnacker – ein Hamburger Schnitzel mit Bratkartoffeln
Partie 1 - Nonnenschmaus – Schweinesteak mit Käse überbacken, dazu Kroketten und Rahmchampignons
2.Partie-Nonnenschmaus – Schweinesteak mit Käse überbacken, dazu Kroketten und Rahmchampignons
Cafe Crema & Latte Macchiato



Pla Muek Khi Mau
Khao Phad Phak
Po Pia Tord Jee
Po Pia Tord
Giow Naam Gai
Dam Daeng




Eingang (Hochformat)



die Premieren Menüs
Amuse I
Amuse II „Der letzte Rest von Weihnachten“
„Brot und Soße“
Snack "knusprige Fischhaut-Chips"
Sauerländer Forelle
Snack: Muschel-Tom kha gai
Muscheln
Snack: Sellerie-Cannelloni
Philipp’s Wagyu Zunge
die kleine Gaumendusche…
Snack: Saté-Kroketten
Wollschwein 'Senfrostbraten'
"Mr."
"Mrs."
Petit fours
Happy (birth-)days!



























Little India
Gastraum
Gruß aus der Küche
King Fisher (Lager), Cobra (Lager), Pino Grigio (trocken)
Vorspeisenplatte
Qeema Samosas - gefüllt mit Rinderhackfleisch, Erbsen und Cashewnüssen
Vorspeisenplatte
Lamb Palak - zartes Lammfleisch mit Blattspinat in Curry-Sahne-Soße nach traditionell nordindischer Art
Lamb Palak
Lamb Malvani Curry - zartes Lammfleisch mit frischer Kokosnuss, verfeinert durch eine große Vielfalt indischer Gewürze in hausgemachte feuriger Masala-Curry-Soße, nach traditionell Maharashtra Art
Lamb Malvani Curry
Mix Grill - eine Auswahl verschiedener Tandoori-Fleischgerichte aus Chicken Tikka, Haryali Chicken Tikka, Malai Chicken Tikka, Tandoori Chicken, Lamb Tikka und King Prawn Tikka
Mix Grill
Masala-Sauce zur Mix-Grill-Platte
Basmatireis für alle drei
Mango-Likör oder Mango-Brand
Mango-Likör oder Mango-Brand aufs Haus
Gastraum











Ein knappes halbes Jahr wohnen wir mittlerweile in Wörth am Rhein. Das ehemals kleine Fischerdörfchen aus der Zeit vor Johann Gottfried Tulla wurde in den 60er Jahren mächtig auf- und umge“daimlert“. Mit seinen etwas mehr als 18500 Einwohnern (die drei „ausgelagerten“ Ortsbezirke Maximiliansau, Büchelberg und Schaidt mitgerechnet) steht es heute in mehrfacher Hinsicht gut da.
Die Anbindung zum badischen „Klassenfeind“ könnte dank S-Bahn und sanierter Rheinbrücke gar nicht besser sein. Und auch der nach dem Konzept von Albert Speer jr. errichtete Ortsteil „Dorschberg“, der sich auf ehemaligem Bienwald-Gelände befindet, löst alle Versprechungen zentral-funktionaler Nahversorgung fußläufig ein. Kindergärten, Schulen, Arztpraxen und Frisöre können hier locker per pedes erreicht werden. Auch kulturell geht hier „ä bissel was“, wenn nicht gerade eine Pandemie sämtliche Veranstaltungen zu Nichte macht.
Unser gastronomisches Angebot vor Ort.
In gastronomischer Hinsicht gestaltet sich das Angebot - trotz ein paar neu hinzugekommener Pizza- und Pastaoptionen - recht übersichtlich. Da freut es einen schon, dass die Ende November 2021 geschlossene Turnerstube (im Ortsteil Maximiliansau) – ich berichtete hier auf GG – Anfang Februar mit neuem Pächter an den Start gegangen ist.
Neben einigen Bastionen gutbürgerlicher „Haureinschaufelei“ (Kaminstubb, Bajazzo), diversen asiatischen Wokgefährten und dem ein oder anderen freundlichen Italiener um die Ecke (Osteria Romano, Oro di Barone), sind es vor allem die Grillstätten des griechischen Fleischfressertums, die sich nach wie vor einer gewissen Beliebtheit erfreuen.
Das El Greco in Max‘au habe ich zur Mittagszeit zweimal besucht. Das war ganz ordentlich, aber irgendwie auch nichts Besonderes, weshalb ich keinen Bericht darüber verfasste. Vom Kalimera bei der Bienwaldhalle wurde mir abgeraten. Laut meinem Informanten soll das Lokal gegenüber seinem Vorgänger (Amadeus hieß das Lokal damals, Anm.) merklich nachgelassen haben.
Das Restaurant Neo in der Max’auer Kirchgasse wäre mit seinem grundsoliden Pasta-, Fisch-, und Fleischangebot sicher eine verlässliche Anlaufstelle für Freunde mediterraner Tellergerichte. Ein Lunch vor ein paar Jahren bestätigte dies. Aber da läuft man vom Dorschberg nicht eben mal grad so hin.
Wörths erstes Haus am Platz: ein Deutsch-Grieche im Bayerischen Hof.
Wesentlich näher gelegen und für uns deutlich leichter erreichbar ist der Bayerische Hof in der Ottstraße. Dank der aufwendigen Renovierung vor wenigen Jahren präsentiert sich das Traditionsgasthaus heute als die Wörther Vorzeigeadresse schlechthin. Sie wird seit einiger Zeit von der Familie Jäger geführt. Inhaber Andreas Jäger schob bereits Küchendienst bei besagtem Amadeus an der Bienwaldhalle und hat die dort erworbene Grillkompetenz auf seine neue Wirkungsstätte übertragen. So erklärt sich die deutsch-griechische Ausrichtung des Bayerischen Hofs.
Epikur, quasi der Laotse Griechenlands, war es, der um die 300 vor Christus den ein oder anderen Sinnspruch von sich gab. Unter anderem behauptete er steif und fest (wahrscheinlich nach dem Verzehr einer sättigen Mahlzeit…), dass die Wurzel aller Vergnügen ein zufriedener Magen sei. Nun, da wollte auch der Wörther Kollege unseres Schlemmerclubs nicht widersprechen und machte einen Tisch bei Familie Jäger an einem kalten Mittwochabend Mitte Januar klar.
Auch wenn bei mir das Verlangen nach gebrutzelten Fleischhügeln in den letzten Jahren tendenziell eher abgenommen hat, so gelüstet es mich doch ab und an nach dem griechischen Karnivoren-Katechismus, der wohl in 90% der in Deutschland operierenden Hellashütten seine Anwendung findet. Besonders in den Wintermonaten, wenn der heimische Balkongrill ein traurig-erkaltetes Schattendasein fristet, darf es auswärts auch mal wieder etwas fleischiger zugehen.
Das gemütlich eingerichtete Innere.
Nach freundlich-jovialer Begrüßung durch den Sohn des Hauses, der sich für den Service verantwortlich zeigte, hielten wir auch bald die mit den üblichen Verdächtigen gefüllte Futterfibel in unseren Händen. Noch vor deren Lektüre fiel mir das hübsch gestaltete Interieur des Gastraumes ins Auge.
Wir saßen recht kommod im vorderen Abteil des Lokals, das an jenem Abend spärlich gefüllt war. Weiter hinten tafelte eine größere Gesellschaft in einem zweiten Gastraum, der etwas kleiner war und wie eine Art Separée für Feierlichkeiten wirkte. Dementsprechend lebhaft ging es dort zu.
Bei uns herrschte hingegen eine fast schon tiefenentspannte Atmosphäre, die herrlich entschleunigend wirkte. Beim genaueren Betrachten der Räumlichkeit fiel mir die wertige Einrichtung des Etablissements sehr positiv auf. In ganz Wörth gibt es wahrscheinlich keinen exquisiteren „place-to-dine“, so mein erster Gedanke. Der Raum atmete die gediegene Rustikalität eines schmucken Landgasthofes.
Grundsolides, adrettes Bistromobiliar der bequemeren Sorte bevölkerte unseren Ort der Einkehr. Die aus hellem Holz geschnitzten Tischplatten schauten keck unter ihrem weißen Leinenüberzug hervor. Dunkles Holzlaminat am Boden kontrastierte mit den hellen Holzverkleidungen der Wände. Wo das helle Holz fehlte, wurden diese von großformatigen Schwarz-Weiß-Fotographien mit historischen Bildern der Karlsruher Hoepfner-Brauerei dekoriert. Da wusste man gleich, woher die Jägers ihren Gerstensaft bezogen. Aber Hoepfner gehört ja schließlich nicht zum Schlechtesten, was Baden so zu bieten hat.
Eine nachträglich eingebaute Schallschutzdecke – mein Gegenüber wusste über sämtliche Umbaumaßnahmen bestens Bescheid – sorgte für eine wohltuende Akustik. „Leuchtarmige Banditen“ spendeten als Wandleuchten im Schreibtischlampen-Look angenehmes Licht von oben. Ergänzt von ein paar Hängeleuchten im Vintage-Design.
Ein paar Kunstblümchen steuerten dezidierte Farbakzente bei. Papierservietten, Einfachbesteck, Kerzenglas und der mittlerweile häufig anzutreffende Plastikaufsteller für die Luca-App seien an dieser Stelle als die restlichen Elemente der Tischlandschaft erwähnt. Alles gepflegt und sauber. Und vor allem: kein Schnörkel zu viel.
Das Hellas-Handout für Eingefleischte.
Wesentlich üppiger präsentierte sich hingegen das Speisenangebot. Tzatziki, Taramas und Chtipiti fehlen wohl in keinem griechischen Antipasti-Portfolio. Dass sich dort neben Bauern-, Gyros- und Calamaris-Salat auch ein waschechter Straßburger Wurstsalat tummelte, liest man so auch nicht auf jedem Hellas-Handout. Aber egal, kam für uns ja eh nicht in Betracht. Wo Elsassinatoren mit Käse und Vinaigrette verfeinerte „cervelas“ verputzen, weiß mittlerweile jeder Grenzgänger.
Sage und schreibe 15 verschiedene warme Vorspeisenpositionen listete das umfangreiche Repertoire der „Jägersmänner“. Und nahezu alles schien vorher mit genügend Grillfeuer in Kontakt gekommen zu sein. Gegrillte Meeresfrüchte, Grillgemüse (Champignons und Zucchini) und natürlich auch die gegrillten grünen Schoten hatte man ins Vorspeisenbataillon berufen.
Auch bei den Hauptgerichten ging man kulinarisch auf Nummer sicher. Mit fleischgewordenen Deftigkeiten von Lamm, Rind, Schwein und Pute spricht man naturgemäß ein Publikum an, das Experimenten gegenüber eher abgeneigt ist und nach festen Vorstellungen entsprechend beliefert werden möchte. Platten für zwei Personen in drall bemessenen Portionen dürfen da nicht fehlen. Ansonsten wird aufgespießt bis sich die Metallstäbe biegen.
Der Anteil gutbürgerlicher Fleischmannskost schlug mit einem guten Dutzend deutscher Profangerichte zu Teller. Da wurde schweinern geschnitzelt und argentinisch gerumpsteakt. Selbst Pute für bewusste Hellfleischesser hatte man auf der Kartenkladde verzeichnet. Wer da nicht das passende Stück Tier zum nonvegetarischen Mindset findet, der ist mit falschen Vorstellungen hier aufgeschlagen.
Die Qual der Wahl.
Da die gebratenen Hypotenusen und die sautierten Katheten wohl gerade aus waren, musste mein Gegenüber auf den bei 9.Klässern noch heute sehr beliebten Pita-Gyros (oder war es sein Namensvetter?) verzichten und orderte aus der illustren Fleischfülle eine kleine Portion Kleingehäckseltes vom Schweinehügel. Zwar ohne Fladenbrot, aber mit Tzatziki und Beilage nach Wahl und für 11,50 Euro nicht unverschämt bepreist.
Nun muss man wissen, dass dieser gestandene Gasthausgänger häufig an den von ihm selbst auferlegten Portionen scheitert. Eine weise Entscheidung also, von der ich mich nicht im Geringsten beeinflussen ließ. Leider.
Vorweg einigten wir uns auf die mit pikanter Knoblauchcrème verfeinerten Peperoni „from the grill“ (5,90 Euro). Wer möchte schon mit frischem Atem den Heimweg von einer Gyrosschenke antreten? Meine Wahl fiel nach langem Hin- und Herüberlegen auf den Mix-Teller (17,90 Euro), der mit Gyros, Rump- und Schweinesteak sowie einem Souvlaki-Spieß wirklich alle Karnivorensünden in sich vereinte.
Als Beilage durften es ruhig mal wieder Kroketten sein. Ja genau, die aus frostigem Tiefschlaf fritteus erweckten Kartoffelzylinder nach DIN-Norm kamen mir gerade recht. Auch mein Gegenüber setzte auf bewährte Frittierware und beschied sich mit einer Portion Kartoffelchips, dem gastrogriechischen Surrogat für ehrliche deutsche Bratkartoffeln. Aber wer sich lieber die Pommes scheibchenweise zuführt, der kann auch hier bedenkenlos zugreifen.
Getrunken wurde an diesem Abend ausschließlich frisch gezapftes Hoepfner-Pils. Das machte Sinn, denn der halbe Liter lief hier für freundliche 3,90 Euro aus dem Zapfhahn. Da orderten wir doch gerne noch eins nach.
Dem Hunger keine Chance lassen.
Die grünen Grillfinger begeisterten als vorzüglich mundende Vorweghappen. Die sorgsam aufgereihten Schmurgelschoten kamen mit ordentlicher Grillbräune und einer würzig-pikanten Knobi-Crème auf die Platte ihrer letzten (Oliven-)Ölung. Ein verlässlicher Einstieg, der mit einem Körbchen voller Baguette-Scheiben ausgestattet, auf tunkende Gemüter stieß.
Der Beilagensalat war mit einem dill-lastigen Allerweltsdressing aus dem Kanister angemacht worden. Er bestand vornehmlich aus geschmacksneutralem Eisbergsalat. Etwas geraspelte Karotte on Top wertete in marginal auf. Immerhin wurde mir kein schlappes Blatt untergeschummelt. Insgesamt war es jedoch ein eher kantinesk anmutender Vertreter seiner Art, der nur zur texturellen Abwechslung diente und kulinarisch keinen nennenswerten Mehrwert beisteuerte.
Unter olympischen Zwiebelringen lag der recht saftig wirkende Mount Gyros meines Kollegen begraben.
Eine Kugel Tzatziki-Sorbet hatte man gleich mitgeliefert. Die erwähnten Kartoffelchips waren separat in einer Schale untergebracht. So trug man trotz aller À-Part-Bemühungen der guten alten Sitte Rechnung, möglichst alles auf einem Teller zu vereinigen.
Das gleiche Anrichtemuster galt auch für mein gemischtes Fleischensemble mit „krokettaler“ Ergänzung.
Schon beim Anblick dieses mächtigen Nachbaus eines mykenischen Fleischtempels wunderte ich mich über meinen leichtsinnigen Bestellermut.
Da wurde dem zivilisationsmüden Magen-Darm-Trakt zu später Stunde noch eine ganz schöne Mammutaufgabe zugemutet.
Bis auf das kleine Schweinerückensteak, das laut Karte eigentlich von der Lende stammen sollte, stand hier alles gut im Saft. Freunde des knusprigen Gyros wären dagegen wohl etwas enttäuscht gewesen. Das Rumpsteak war zwar knapp jenseits der Medium-Grenze gegart, aber noch nicht zur Staubsohle mutiert. Der Souvlaki-Spieß war in seiner Üppigkeit ein erschlagendes Argument dafür, die Grillsaison doch erst in ein paar Monaten zu eröffnen (bis dieser gänzlich verdaut sein würde).
Was soll ich abschließend sagen? Natürlich war das ein Teller der niederen Herren-Instinkte, den ich aufgrund seiner Ausmaße nur mit Müh‘ und Not vertilgt bekam. Die leicht gesalzenen Kroketten dienten als zusätzliche Füllmasse, um auch die letzten paar Kubikzentimeter vom Magenvolumen noch zuzuspachteln.
Gut, dass man uns nach dem Essen noch einen Ouzo spendierte. Er verhinderte Schlimmeres. Der Weg zurück mit dem Rad (von Altwörth „hinauf“ zum Dorschberg) fiel mir danach trotzdem schwer.
Fazit.
Wer auf erwartbare Fleischküche in gemütlichem Ambiente Wert legt, der ist bei Familie Jäger im Bayerischen Hof gut aufgehoben. Einen ordentlichen Hunger sollte man allerdings mitbringen, denn die Gerichte sind nicht schüchtern portioniert. Die Preise sind im Schnitt auch nicht höher als bei den umliegenden Fleischtempeln. Und im Sommer kann man es sich draußen im Biergarten gut gehen lassen. Alles Argumente, die uns in den nächsten Jahren sicherlich das ein oder andere Mal vorbeischauen lassen.